Wie kommt man denn darauf, Möbel aus Europaletten herzustellen?

Eigentlich durch Zufall! Dass wir im Rahmen dieses Junior-Programms eine Firma gründen werden, stand bereits fest. Um eine Idee für ein Produkt  zu finden, trafen wir uns in der Schule zu einem Brainstorming. Als unser jetziger Geschäftsführer die Idee von "Euromöbeln", wie wir sie nun nennen,  in die Runde warf, war schnell klar, was wir tun wollen. 

Was genau macht ihr denn?

Wir betreiben sogenanntes "Upcycling". Wir benutzen wirklich gebrauchte Europaletten und verarbeiten sie meist in ihrer Gänze zu einem Möbelstück, das sowohl im Innen- als auch im Außenbereich Verwendung findet.

Geht das nicht sehr schnell und einfach? Wie rechtfertigt ihr eure Preise?

Das ist ein Vorurteil, das uns in unserem Geschäftsalltag leider immer wieder begegnet. Upcycling ist sehr aufwendig, denn wir können die Paletten ja nicht schlicht zusammenschrauben. Wir müssen sie sorgsam auswählen, auf ihre Stabilität prüfen und dann das Holz vorsichtig bearbeiten, sodass eine saubere, glatte Oberfläche entsteht. Das Holz steht unter Spannung und splittert leicht, zudem weisen viele Paletten Gebrauchsspuren oder andere natürliche Merkmale auf, denen man bei der Bearbeitung besondere Aufmerksamkeit schenken muss.
Wir sind eine Schülerfirma und nicht auf großen Profit ausgerichtet. Wir arbeiten in unserer Firma der vielfältigen Erfahrung wegen, weshalb niemand von uns nennenswerte Summen verdient. Unsere Preise sind mehr als fair, denn der größte Teil setzt sich aus Produktionskosten zusammen. Das ist für viele nicht vorstellbar, aber diese Aufklärungsarbeit ist uns wichtig, denn wir setzen auf nachhaltige, transparente Arbeit.